Mittwoch, 28. Mai 2008

Dokumentarfilm

Heute würde ich gerne auf einen Dokumentarfilm hinweisen. Dokumentarfilme sind wichtig, weil sie nicht vergänglich – wie etwa Zeitungen – sind. Und weil neben Unterhaltung ein Wissenstransfer stattfinden kann.

Der Film "Faustrecht" ist eine dokumentarische Langzeitbeobachtung von zwei gewalttätigen Jugendlichen. Bernard Weber und Robi Müller beobachteten Tim und Gibran von ihrem 16. bis zu ihrem 18. Lebensjahr.

Tim ist ein introvertierter Jugendlicher, der zu unkontrollierten Gewaltausbrüchen neigt. Der Film zeigt ihn auf seiner "Odyssee" durch Anstalten und Pflegefamilien – "auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen" (Zitat Tim).

Gibran ist ein extrovertierter Charmeur, der Gewalt einsetzt, um seine Ziele zu erreichen. „Ich schlage jeden, der geschlagen werden will, egal ob Mann oder Frau“ (Zitat Gibran). Er verbüsst seine Haftstrafe in einer geschlossenen Anstalt, wo er massiv mit seinem Gewaltverhalten konfrontiert wird.

Der Film wagt einen Blick hinter die Gewaltstatistiken, auf jugendliche Täter, die zugleich auch Opfer ihrer selbst sind.

Hier ist Bernard Webers Homepage: zeitraumfilm.ch


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